Hypnose – Zauberei oder Wissenschaft?

Hyp­nose – Zau­be­rei oder Wis­sen­schaft?

Eine Methode aktu­el­ler denn jemals zuvor

Ist Hyp­nose real, viel­leicht nur Zufall oder ledig­lich eine gut gemachte Trick­se­rei? Kann sie wirk­lich hel­fen und gibt es dafür aner­kannte Beweise? Zahl­rei­che Stu­dien zei­gen, dass Hyp­nose bei vie­len Pro­ble­men wirk­sam ist – bei­spiels­weise bei der Rau­cher­ent­wöh­nung, bei der Gewichts­ab­nahme und bei der Über­win­dung von Ängs­ten und Pho­bien.

Zu Unrecht ver­kannt – zu Recht immer belieb­ter

Bereits vor Jahr­tau­sen­den wurde die Trance von Hei­lern und Scha­ma­nen genutzt, um Men­schen in andere Bewusst­seins­zu­stände zu ver­set­zen und sie zu hei­len. In der Neu­zeit sor­gen Büh­nen­hyp­no­ti­seure dafür, dass die Hyp­nose in Ver­ruf geriet. In ihren Shows machen sie Hyp­no­ti­sierte lächer­lich. Dabei wird sug­ge­riert, dass Men­schen in Trance wil­len­los seien und Dinge tun, die sie selbst nicht steu­ern kön­nen: Hyp­nose Miss­ver­ständ­nisse.

Ver­ständ­li­cher­weise macht das viele miss­trau­isch, was die Hyp­nose betrifft. Sehr zu Unrecht lei­der, denn Hyp­nose ist weder dafür gedacht, andere ins Lächer­li­che zu zie­hen, noch dafür geeig­net, Men­schen zu wil­len­lo­sen Mario­net­ten zu machen.

Zum Glück hat die jahr­zehn­te­lange Arbeit von seriö­sen Hyp­no­s­ethe­ra­peu­ten und im Coa­ching dazu geführt, dass die the­ra­peu­ti­sche Arbeit mehr und mehr aner­kannt wird. Nicht zuletzt haben natür­lich zahl­rei­che Heil­er­folge dazu geführt, das Ver­trauen von immer mehr Men­schen in Hyp­nose zu för­dern und zu fes­ti­gen.

Tat­säch­lich ist es so, dass nie­mand gezwun­gen wer­den kann, in Trance zu gehen. Und wenn jemand in die­sem Zustand ist, ist der Ver­stand immer noch hell­wach, gleich­zei­tig hoch fokus­siert. Nie­mand würde in Hyp­nose etwas tun, was er sonst nicht auch tun würde. Andere Anwei­sun­gen wür­den auto­ma­tisch aus der Trance füh­ren und der ange­strebte Erfolg wäre zumin­dest für diese Hyp­no­se­sit­zung dahin.

Gleich­zei­tig ist die Hyp­nose dazu geeig­net, bei vie­ler­lei Beschwer­den und Pro­ble­men zu hel­fen. Dies sind einige davon:

  • mit dem Rau­chen auf­hö­ren
  • Abneh­men
  • Schmerz­be­wäl­ti­gung
  • Ängste und Pho­bien
  • Depres­sio­nen
  • Stress und Bur­nout
  • Sucht­be­kämp­fung
  • Schlaf­stö­run­gen
  • Haut­krank­hei­ten
  • Geburts­vor­be­rei­tung

Das pas­siert in Hyp­nose

Eines ist schon mal sicher: Es ist keine Zau­be­rei oder Hexe­rei! Obwohl sich die Erfolge der Hyp­nose tat­säch­lich manch­mal wie „von Zau­ber­hand“ beschrei­ben las­sen, gibt es nur zwei Haupt­ak­teure: die Hyp­nose und den Kli­en­ten. Denn der Kli­ent ist der­je­nige, der letzt­lich die Ände­run­gen her­bei­führt. Der Hyp­no­s­ethe­ra­peut unter­stützt dabei, in den dafür pas­sen­den Zustand zu kom­men – näm­lich in Trance – und die Auf­merk­sam­keit auf die ent­spre­chen­den Abläufe, Gedan­ken und Gefühle zu rich­ten.

Dabei sind Berei­che des unwill­kür­li­chen Erle­bens mehr im Fokus als die will­kür­li­chen. Hier sind zahl­rei­che Fähig­kei­ten, derer man sich in der meis­ten Zeit des All­ta­ges nicht bewusst ist: Selbst­hei­lungs­kräfte, Selbst­mo­ti­va­tion, Ent­schei­dungs­fin­dung.

Wenn jemand auf die­ser Erleb­nis­ebene, in Trance, die Ent­schei­dung trifft, mit dem Rau­chen auf­zu­hö­ren, abzu­neh­men, Schmer­zen aus­zu­blen­den oder eine Angst los­zu­las­sen, dann über­zeugt es auf gan­zer Linie. Alle Res­sour­cen wer­den opti­ma­ler­weise in Rich­tung eines för­der­li­chen und nütz­li­chen Ver­hal­tens pro­gram­miert. Das ist – im Gegen­satz zur Zau­be­rei – kein Trick. Viel­mehr han­delt es sich hier­bei um die Kraft des eige­nen, auf die rich­tige Art und Weise genutz­ten Geis­tes. Wo die Gren­zen die­ses Poten­zi­als lie­gen, ist immer noch Thema lau­fen­der wis­sen­schaft­li­cher Unter­su­chun­gen.

Am Bei­spiel von Ängs­ten und Pho­bien kann man  gut erken­nen, warum Hyp­nose so wirk­sam ist: Denn Angst vor einer Spinne, vor dem Hal­ten einer Rede oder vorm Flie­gen sind nicht wirk­lich echt. Es ist ein Trance ähn­li­cher Zustand, in dem unwill­kür­li­ches Erle­ben vor­herrscht. Und genau hier kann die Hyp­nose beson­ders gut ein­grei­fen, um die Pro­zesse in ein gewünsch­tes, nutz­brin­gen­des Ver­hal­ten umzu­wan­deln.

Stu­dien zei­gen: Hyp­nose hilft

Eine Viel­zahl an Stu­dien bewei­sen mitt­ler­weile die Wirk­sam­keit seriös durch­ge­führ­ter Hyp­no­s­ethe­ra­pien. Das hat aller­dings nichts mit „Mas­sen­ware“ zu tun, son­dern beweist viel­mehr die Qua­li­tät die­ser Methode. Dazu zwei Bei­spiele:

  1. An der Texas A&M Uni­ver­sity führ­ten die Dok­to­ren Elkins und Rajab eine Stu­die mit 21 Rau­chern durch. Nach einem Pro­gramm mit 3 Hypnose-​​Sitzungen gelang es 81 %, mit dem Rau­chen auf­zu­hö­ren. Fast die Hälfte davon war auch ein Jahr spä­ter immer noch Nicht­rau­cher.
  2. Bolo­cofsky, Spin­ler und Coulthard-​​Morris, von der Uni­ver­si­stät von North Caro­lina, unter­such­ten in einer Stu­die mit 17 bis 67-​​Jährigen Gewichts­ma­nag­ment­pro­gramme mit Hyp­nose. Die Teil­neh­mer erhiel­ten die glei­che Ernährungs-​​ und Bewe­gungs­the­ra­pie. Gleich­zei­tig wur­den sie in zwei Grup­pen auf­ge­teilt – mit und ohne beglei­ten­der Hyp­nose. Beide Grup­pen nah­men erfolg­reich an Gewicht ab. Aller­dings wur­den die Unter­schiede nach 8 Mona­ten bzw. 2 Jah­ren bemer­kens­wert. Denn die Teil­neh­mer der Gruppe ohne Hyp­nose konnte nicht wei­ter abneh­men bzw. sie ende­ten wie­der in ihrem vor­he­ri­gen Gewicht. Die Hyp­nose Gruppe dage­gen ver­lor wei­ter an Gewicht bzw. war in der Lage, das erreichte Gewicht zu hal­ten.

Dar­aus erschliesst sich, dass Hyp­nose dabei unter­stützt, die Kon­trolle über das Leben zurück­zu­ge­win­nen. Von Schlaf­stö­run­gen bis Pho­bien, Bur­nout bis Gewichts­ab­nahme oder Rau­cher­ent­wöh­nung bis Schmerz­be­hand­lung mit Hyp­nose – auf die­sen und vie­len ande­ren Gebie­ten ist die Hyp­nose äus­serst hilf­reich und wirk­sam.

Hyp­nose ler­nen kann jeder, und dabei mit dem natür­li­chen Zustand der Trance dau­er­hafte posi­tive Ver­än­de­run­gen her­bei­füh­ren und die Lebens­qua­li­tät auf spek­ta­ku­läre Weise ver­bes­sern.

 

Links:

  1. http://​www​.ncbi​.nlm​.nih​.gov/​p​u​b​m​e​d​/​1​4​7​68970
  2. http://​www​.ncbi​.nlm​.nih​.gov/​p​u​b​m​e​d​/​3​9​73038

 

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