Zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein

Zwi­schen Bewusst­sein und Unter­be­wusst­sein

Grat­wan­de­run­gen früh­zei­tig erken­nen

Fast jeder kennt Hyp­nose. Sie wird erfolg­reich in Hyp­no­se­pra­xen, bei Zahn­ärz­ten und in der Psy­cho­the­ra­pie ange­wen­det. Man weiss aber bis heute nicht genau, was ihre Funk­ti­ons­weise ist. Dafür gibt es viele Theo­rien, die sich in einer Erklä­rung ver­su­chen.

Bild­ge­bende Ver­fah­ren kön­nen bis­her nur beschrei­ben, was im Gehirn wäh­rend der Hyp­nose pas­siert. Trotz­dem hat Hyp­nose nichts mit Magie für die zu tun, die sie prak­ti­zie­ren: Hyp­nose ist eine gezielt natür­li­che Ver­än­de­rung des Bewusst­seins­zu­stan­des: Zwi­schen Bewusst­sein und Unter­be­wusst­sein. Damit kön­nen darin geschulte Fach­kräfte Per­so­nen von Ängs­ten befreien, Blo­cka­den besei­ti­gen oder Schmer­zen lin­dern.

Hyp­nose ähnelt weder dem Wach­zu­stand noch dem Schlaf, wie man­che miss­ver­ste­hen. Son­dern es han­delt sich dabei um einen veränderten Bewusst­seins­zu­stand: «Man schläft nicht unter Hyp­nose», so Ray Popoola. «Trotz­dem ist unsere Wahr­neh­mung anders, und die Nut­zung unbe­wuss­ter Res­sour­cen ist ein­fa­cher.»

Es gibt wei­tere Par­al­le­len, da alle Phä­no­mene natür­li­che Bewusst­seins­zu­stände sind: «Mehr­mals am Tag erle­ben wir Veränderungen unse­res Bewusst­seins­zu­stan­des», erklärt Ray Popoola. «Erfah­rene Auto­fah­rer kon­zen­trie­ren sich zum Bei­spiel auf den Stras­sen­ver­kehr und kön­nen gleich­zei­tig in Gedan­ken ver­sun­ken irgendwo anders sein. Und nach einer gefah­re­nen Stre­cke kann man sich nicht mehr an alle Dinge erin­nern, an die man vor­bei­ge­fah­ren ist. Trotz­dem ist man die rich­tige Stre­cke gefah­ren und hat bei Rot oder für Fuss­gän­ger ange­hal­ten.  Sie sind in einem fokus­sier­tem Bewusst­seins­zu­stand, wie auch eine Per­son die so tief in ein Buch ver­sin­ken kann, dass sie ihre Umge­bung aus­blen­det.»

In der Medi­zin und in der The­ra­pie wird der ver­än­derte Bewusst­seins­zu­stand gezielt her­bei­ge­führt. Wei­tere Mög­lich­kei­ten in dem Bereich sind Selbst­hyp­nose, damit Pati­en­ten sich sel­ber gezielt hyp­no­ti­sie­ren kön­nen, um unab­hän­gig auf ihre Res­sour­cen zugrei­fen zu kön­nen. Jeder kann Hyp­nose ler­nen. Was bedeu­tet, sein Gehirn bewusst nut­zen zu ler­nen.

Inter­view: San­dra Meier
(Bild: © flickr​.com/​p​h​o​t​o​s​/​-​p​i​n​k​-​moon-)

Society of NLP - Dr. Richard Band­ler
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