1. Hinter jedem Verhalten steckt eine positive Absicht und ein Kontext, in dem jedes Verhalten nützlich ist.

2. Februar 2016

Es war nicht böse gemeint!

Die NLP Grundannahme geht davon aus, dass jedes Verhalten positiv motiviert ist. Aus Sicht eines Betrachters kann so manches Verhalten skurril wirken. Wenn wir den Handelnden fragen, werden wir eine andere Sichtweise erklärt bekommen.  Daher gilt die Grundannahme auch für Verhaltensweisen, die du vielleicht als „negativ“ oder „absurd“ bewertest.

Drei mögliche Verhaltensweisen mit positiver Absicht

Nehmen wir Jochen, der 20 Zigaretten am Tag raucht. Natürlich weiss er, dass er seiner Gesundheit mit dem Rauchen schadet. Wenn er in der muffigen Raucherecke seiner Firma steht oder zusammen mit anderen Rauchern draussen vorm Restaurant friert, ist es von mindestens einer positiven Absicht motiviert – ein gutes Gefühl, oder vielleicht die Gemeinsamkeit mit seinen zu Kollegen untermauern, statt rauchfrei zu sein.

Als kleiner Junge wollte ich unbedingt einen Hund und bekniete meine Eltern über einen längeren Zeitraum. Ich versprach ihnen mich immer und jederzeit um ihn zu kümmern, und dass alles andere für mich dann nicht mehr so wichtig wäre. Keine Chance – sie gestatteten es mir nicht. Ich trug es ihnen eine Zeitlang nach, ohne zu verstehen warum, bis ich es wieder vergass. Heute glaube ich ihre Absicht dahinter zu verstehen, dass ich zu jung für eine verantwortungsvolle Aufgabe war.

Noch ein letztes Beispiel: In meiner Schulzeit war Hans ein echter Klassenclown. Ständig machte er Faxen, spielte den Lehrern Streiche und veralberte seine Mitschüler. Wir Kinder fanden ihn natürlich überaus witzig, während die Erwachsenen weniger zufrieden mit seinem Verhalten waren. Und auch Hans, so erzählte er mir Jahre später, war gar nicht glücklich mit seiner Position. Doch er kasperte herum, weil er von uns, seinen Klassenkameraden, deshalb akzeptiert und anerkannt wurde. Heute geht er als Rechtsanwalt einem doch eher ernsthaftem Beruf nach.

Unterstelle deinen Mitmenschen eine positive Intention…

… und es wird dein Leben bereichern: Du verstehst die Menschen besser, kannst empathischer mit ihnen umgehen und wirst dich vielleicht auch nicht mehr so schnell über das Verhalten anderer aufregen. Deine Toleranz anderen Menschen gegenüber kann sich dabei durchaus verändern.

Jetzt, wo du weisst, dass es nach der Grundannahme in jeder täglichen Situation eine positive Absicht hinter dem Verhalten deiner Mitmenschen gibt, probiere es doch einfach mal aus. Frage dich, weshalb ein Kollege morgens oft zu spät kommt. Ersinne, aus welchem Grund der Autofahrer hinter dir hupen könnte. Denk darüber nach, warum deine Freundin es einfach nicht schafft abzunehmen, obwohl sie dir fast täglich damit in den Ohren liegt. Könnte es sein, dass da etwas anderes dahinter steckt, als du denkst?

Interessant wird der Selbstversuch: Was für Auswirkungen würde es in deinem Leben haben, wenn du dich auf eine positive Absicht hinter dem Verhalten von Menschen fokussierst oder darauf, in welchem Kontext das Verhalten sinnvoll wäre? In meiner Welt des Coachings eine wichtige Haltung.

(Bild: Pixabay.com)

Informationen zum Kurs

Die Annahmen für erfolgreiches Coaching sind Elemente, die besonders in der Ausbildung zum Dipl. Mental Coach MGP, Business NLP Practitioner und in der Fachweiterbildung Coaching Skills: Kommunikation & Wahrnehmung zur Anwendung kommen. Aktuelle Wirksamkeitsstudien belegen, dass primäre eine tragfähige Beziehung zwischen Klient und Coach zum Coachingerfolg führt. Wie Du diesen Prozess aktiv unterstützen kannst, lernst Du in den oben erwähnten Kursen.

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Ray Popoola

Ray Popoola ist Trainer für NLP & Hypnose und Ökonom. Er gründete die Mindgroup Coaching Academy und freut sich unterschiedliche Kompetenzen unter einem Dach zu vereinen. Er steht dafür ein, dass jeder Mensch seine Bestleistung erreichen kann. Bei mindgroup lernt man die Werkzeuge, um andere Menschen auf dem Weg dahin zu begleiten.