Hinter jedem Verhalten eine positive Absicht

Hin­ter jedem Ver­hal­ten eine posi­tive Absicht

Die NLP Grund­an­nahme geht davon aus, dass jedes Ver­hal­ten posi­tiv moti­viert ist. Aus Sicht eines Betrach­ters kann so man­ches Ver­hal­ten skur­ril wir­ken. Wenn wir den Han­deln­den fra­gen, wer­den wir eine andere Sicht­weise erklärt bekom­men.  Daher gilt die Grund­an­nahme auch für Ver­hal­tens­wei­sen, die du viel­leicht als „nega­tiv“ oder „absurd“ bewer­test.

Drei mög­li­che Ver­hal­tens­wei­sen mit posi­ti­ver Absicht

Neh­men wir Jochen, der 20 Ziga­ret­ten am Tag raucht. Natür­lich weiss er, dass er sei­ner Gesund­heit mit dem Rau­chen scha­det. Wenn er in der muf­fi­gen Rau­cher­ecke sei­ner Firma steht oder zusam­men mit ande­ren Rau­chern draus­sen vorm Restau­rant friert, ist es von min­des­tens einer posi­ti­ven Absicht moti­viert – ein gutes Gefühl, oder viel­leicht die Gemein­sam­keit mit sei­nen Kol­le­gen zu unter­mau­ern, statt rauch­frei zu sein.

Als klei­ner Junge wollte ich unbe­dingt einen Hund und bekniete meine Eltern über einen län­ge­ren Zeit­raum. Ich ver­sprach ihnen mich immer und jeder­zeit um ihn zu küm­mern, und dass alles andere für mich dann nicht mehr so wich­tig wäre. Keine Chance – sie gestat­te­ten es mir nicht. Ich trug es ihnen eine Zeit­lang nach, ohne zu ver­ste­hen warum, bis ich es wie­der ver­gass. Heute glaube ich ihre Absicht dahin­ter zu ver­ste­hen, dass ich zu jung für eine ver­ant­wor­tungs­volle Auf­gabe war.

Noch ein letz­tes Bei­spiel: In mei­ner Schul­zeit war Hans ein ech­ter Klas­sen­clown. Stän­dig machte er Faxen, spielte den Leh­rern Strei­che und ver­al­berte seine Mit­schü­ler. Wir Kin­der fan­den ihn natür­lich über­aus wit­zig, wäh­rend die Erwach­se­nen weni­ger zufrie­den mit sei­nem Ver­hal­ten waren. Und auch Hans, so erzählte er mir Jahre spä­ter, war gar nicht glück­lich mit sei­ner Posi­tion. Doch er kas­perte herum, weil er von uns, sei­nen Klas­sen­ka­me­ra­den, des­halb akzep­tiert und aner­kannt wurde. Heute geht er als Rechts­an­walt einem doch eher ernst­haf­tem Beruf nach.

Unter­stelle dei­nen Mit­men­schen eine posi­tive Inten­tion…

… und es wird dein Leben berei­chern: Du ver­stehst die Men­schen bes­ser, kannst empa­thi­scher mit ihnen umge­hen und wirst dich viel­leicht auch nicht mehr so schnell über das Ver­hal­ten ande­rer auf­re­gen. Deine Tole­ranz ande­ren Men­schen gegen­über kann sich dabei durch­aus ver­än­dern.

Jetzt, wo du weisst, dass es nach der Grund­an­nahme in jeder täg­li­chen Situa­tion eine posi­tive Absicht hin­ter dem Ver­hal­ten dei­ner Mit­men­schen gibt, pro­biere es doch ein­fach mal aus. Frage dich, wes­halb ein Kol­lege mor­gens oft zu spät kommt. Ersinne, aus wel­chem Grund der Auto­fah­rer hin­ter dir hupen könnte. Denk dar­über nach, warum deine Freun­din es ein­fach nicht schafft abzu­neh­men, obwohl sie dir fast täg­lich damit in den Ohren liegt. Könnte es sein, dass da etwas ande­res dahin­ter steckt, als du denkst?

Inter­es­sant wird der Selbst­ver­such: Was für Aus­wir­kun­gen würde es in dei­nem Leben haben, wenn du dich auf eine posi­tive Absicht hin­ter dem Ver­hal­ten von Men­schen fokus­sierst oder dar­auf, in wel­chem Kon­text das Ver­hal­ten sinn­voll wäre? In mei­ner Welt des Coa­chings eine wich­tige Hal­tung.

(Bild: Pix​a​bay​.com)

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