Deine Stimme zählt mehr als Worte

Deine Stimme zählt mehr als Worte

Vor ein biss­chen mehr als 5 Jah­ren besuchte ich aus Neu­gierde ein Refe­rat zum Thema Stimme. Der Refe­rent, eine Grösse im Stimmcoaching-​​Bereich, weckte mein Inter­esse nach mehr bereits in den ers­ten Minu­ten, als er das Publi­kum voll­stän­dig mit sei­ner Stimme fes­selte. Bis zu die­sem Zeit­punkt dachte ich, dass eine Stimme zwar vor­han­den ist, aber nicht trai­niert wer­den müsse. Selbst­ver­ständ­lich kannte ich Mär­chen­er­zäh­ler, Fern­seh­spre­cher und Sän­ger. Nur war das Bild von die­sen Berufs­gat­tun­gen noch weit von der Hyp­nose ent­fernt, sodass ich bis zu die­sem Zeit­punkt die Ver­bin­dung nicht machte.

Bis zu die­sem Moment bestand meine Über­zeu­gung darin, dass bes­ser Hyp­no­ti­sie­ren zu kön­nen das Ler­nen neuer Tech­ni­ken oder Vor­ge­hens­wei­sen bedeu­tet. Die Argu­men­ta­tion war klar und gleich­zei­tig flach: Wer bes­ser hyp­no­ti­sie­ren will, der muss Tech­ni­ken üben. Daher lernte ich bis zu dem Zeit­punkt unzäh­lige For­men der Hyp­nose, absol­vierte Blitz-​​ und Schnellhypnose-​​Seminare und lernte zahl­rei­che inter­es­sante Tech­ni­ken. Jedoch hatte mir bis dahin noch kein nie­mand in einer Hyp­no­se­aus­bil­dung nahe­ge­legt, dass die Stimme das wohl wich­tigste Werk­zeug beim Hyp­no­ti­sie­ren und dem Auf­bau von Rap­port ist. Denn ent­ge­gen land­läu­fi­ger Mei­nung über­trägt die Stimme neben den hof­fent­lich far­bi­gen Bil­dern auch die Gemüts­ver­fas­sung des Hyp­no­ti­seurs unge­fil­tert auf den Kli­en­ten. Dies vor, wäh­rend und nach der Hyp­nose. Und wenn wir es ganz genau neh­men, ist dann, wenn der Kli­ent die Augen geschlos­sen hat, die Stimme und was die Stimme über­trägt der wohl wich­tigste Kanal.

Die Stimme ist mehr als das gespro­chene Wort

Sum­miert mit den para­ver­ba­len Fak­to­ren wie Sprach­me­lo­die, Sprechtempo, Beto­nung, Laut­stärke, Stimm­lage macht die non­ver­bale Kom­mu­ni­ka­tion weit über 90% einer Bot­schaft aus. Für ver­bale Kom­mu­ni­ka­tion ist da nicht mehr viel Platz.

Nach mei­ner ers­ten Erfah­rung in dem Refe­rat besuchte ich ein 6-​​tägiges Stimm-​​ und Sprech­trai­ning in Zürich, unter dem ich mir anfangs gar nichts vor­stel­len konnte. In vie­len mir unbe­kann­ten und anfangs kurios erschei­nen­den Übun­gen wurde uns beige­bracht, wie wir den Reso­nanz­kör­per bis in die Zehen erwei­tern soll­ten. Auch nach 6 Tagen schaffte ich es nur bis zu den Ober­schen­keln, wovon ich den­noch sehr begeis­tert war, nach­dem ich im Brus­traum ange­fan­gen hatte. Spre­cher und Schau­spie­ler mit weit­aus mehr Erfah­rung konn­ten ihre Stimme in den Zehen spü­ren. Aber auch ohne die­ses Erleb­nis war das Semi­nar für mich mehr als ein High­light.

Meine Begeis­te­rung stei­gerte sich expo­nen­ti­ell, als ich die erste Hyp­nose nach dem Stimm­trai­ning durch­führte. Bereits im Vor­ge­spräch, nach ca. 10 bis 15 Minu­ten, wurde der Blick mei­nes Kli­en­ten gla­sig. Ein Anzei­chen einer Trance und ein Zei­chen für guten Rap­port. Frü­her kam das sel­ten vor. Das hätte natür­lich auch Zufall sein kön­nen, und so tes­tete ich die nächs­ten Sit­zun­gen mit vor­be­rei­ten­den Stimm­übun­gen, um sicher zu sein, dass dies kein Zufall war. Und es war kein Zufall – etwas hatte sich in den Kli­en­ten­sit­zun­gen signi­fi­kant ent­wi­ckelt.

Eine ange­nehme Stimme ist sehr oft mit sonst übri­gens guten Eigen­schaf­ten des Lei­bes und der Seele ver­bun­den. – Georg Chris­toph Lich­ten­berg (1742 – 1799)

Die Sit­zun­gen waren durch­wegs von einem sicht­bar bes­se­ren Rap­port geprägt und Kli­en­ten konn­ten sich schnel­ler auf den Tran­ce­pro­zess ein­las­sen. Die Sit­zun­gen waren erfolg­rei­cher. Und das lag weder an den Tech­ni­ken noch den Hyp­no­se­pro­zes­sen, son­dern daran, wie meine Stimme auf die Kli­en­ten wirkte, wie mir beste­hende Kli­en­ten erklär­ten. Ich war so in der Lage, mit mei­ner trai­nier­ten Stimme schnel­ler einen bes­se­ren Rap­port auf­zu­bauen.

Auch wenn das 6-​​tägige Stimm­trai­ning keine Stimm­aus­bil­dung ist, wie sie ein Spre­cher, Sän­ger oder Schau­spie­ler absol­viert, hatte sie einen spür­ba­ren Effekt auf meine Stimme und deut­li­che Wir­kung auf meine Kli­en­ten.

Stimm­coa­ching, ein Aus­bil­dungs­bau­stein

Mit dem Aus­bau der Aus­bil­dun­gen bei MGP habe ich daher ent­schie­den, dass zwei Tage Stimm­coa­ching zur Aus­bil­dung eines Men­tal­coachs gehö­ren.  Ein Semi­nar, das für jeden Inter­es­sier­ten offen ist. Für Coa­ching und The­ra­pie ist die Stimme mei­ner Erfah­rung nach eines der wich­tigs­ten Werk­zeuge, um Rap­port bei Kli­en­ten auf­zu­bauen. Wis­sen, das ich gerne schon vor 20 Jah­ren gehabt hätte.

Kürz­lich war ich bei Chris­tian Soll­ber­ger im Ton­stu­dio und habe einen Hyp­no­se­text auf­ge­nom­men, der ein Ele­ment in der Hyp­no­se­aus­bil­dung ist. Im 2-​​tägigen Stimm­coa­ching ist ein Tag Ton­stu­dio inklu­sive. So kann das Trai­ning seine hör­bare Wir­kung ent­fal­ten. Im Ton­stu­dio wer­den alle Effekte eines Stimm­coa­chings wie mit einem Mega­fon ver­stärkt, wie Chris­tian Soll­ber­ger sagt. Jedes Bild und die Emo­tio­nen dazu wer­den mehr­fach ver­stärkt und dem Zuhö­rer prä­sen­tiert.

 

Wenn Du möch­test, kannst Du Dir die Auf­nahme hier ohne Neben­ef­fekte anhö­ren. Suche Dir dafür für 10 Minu­ten einen ruhi­gen Platz für Dich, an dem Du die Augen schlies­sen kannst, um genau hin­zu­hö­ren.

 

 

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