Selbsthypnose – Ein Handbuch zur Selbsttherapie

Selbst­hyp­nose – Ein Hand­buch zur Selbst­the­ra­pie

Viele Bücher und Kurse ver­lan­gen von Teil­neh­mern das Ein­hal­ten einer Stre­cke des Pro­gram­mes durch eine stan­dar­di­sierte Vor­ge­hens­weise. Dadurch ist wenig Spiel­raum für indi­vi­du­elle Reak­tio­nen und Bedürf­nisse gege­ben. Anders ist es in die­sem Buch. Es bie­tet ein gut for­mu­lier­tes, schritt­wei­ses Pro­gramm in die Selbst­hyp­nose, das auf ver­schie­denste Ziel­set­zun­gen und The­men ange­wen­det wer­den kann. Es ist eines der bes­ten Bücher über Selbst­hyp­nose, das ich bis­her gele­sen habe.

Das Buch liest sich von der ers­ten Zeile an leicht. Bereits das Vor­wort von Dr. Michael Yapko zum Buch ist packend und ein­leuch­tend. Es über­rascht nicht, dass Yapko, wie auch einer der Auto­ren, Brian Alman, bei Mil­ton Erick­son stu­diert haben. Für die Neuen unter uns: Mil­ton Erick­son gilt als der Begrün­der der moder­nen Hyp­no­s­ethe­ra­pie. Und so ist annä­hernd jedes Coa­ching– oder psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Kon­zept von den Arbei­ten und For­schun­gen von Mil­ton Erick­son beein­flusst wor­den.

Der Weg von Brian Alman zur Selbst­hyp­nose war eher ein tra­gi­scher. Unter furcht­ba­ren Schmer­zen im Len­den­be­reich lei­dend, suchte er bei einem in Hyp­no­the­ra­pie aus­ge­bil­de­ten Psy­cho­lo­gen Hilfe. Und was als Reise damit begann, nach einem Weg zur Lösung eines chro­ni­schen Schmerz­zu­stands zu suchen, ent­wi­ckelte sich zu sei­nem Berufs­weg, Hyp­nose bes­ser zu ver­ste­hen.

Selbst­hyp­nose statt Selbst­the­ra­pie?

Der Titel ist m.E. nach etwas ver­fehlt und mag fal­sche Erwar­tun­gen wecken. Auch wenn das Buch resp. Selbst­hyp­nose viel­leicht in vie­len medi­zi­ni­schen und the­ra­peu­ti­schen Berei­chen Hilfe bie­ten kann, ist das Buch nicht dazu gedacht, tra­di­tio­nelle The­ra­pien oder medi­zi­ni­sche Behand­lun­gen zu erset­zen. So auch die drin­gende Emp­feh­lung des Autors.

Selbst­hyp­nose ist eine Fähig­keit. So wie man lau­fen kann, ist sie eine Fer­tig­keit, die wir fast alle von Natur aus erlernt haben und beherr­schen. Mit etwas Übung und Rou­tine kann man damit nicht nur lau­fen, son­dern auch tan­zen, sprin­gen  und sich irgend­wo­hin bewe­gen. Und viel­leicht  hast du bereits Ziele, die du dir vor­stel­len kannst mit Selbst­hyp­nose zu errei­chen.

Was ist Selbst­hyp­nose?

Viele glau­ben, dass es einen Unter­schied zwi­schen Selbst­hyp­nose und Hyp­nose gibt, die durch einen The­ra­peu­ten oder Hyp­no­ti­seur ein­ge­lei­tet wird. Die meis­ten Exper­ten sind sich einig, dass jede Hyp­nose letzt­end­lich Selbst­hyp­nose ist. Ein Hyp­no­ti­seur kann dir höchs­tens dabei hel­fen, deine Trance ein­zu­lei­ten oder andere Phä­no­mene zu erle­ben. Aber immer hast du die Kon­trolle, es ist deine Hyp­nose. Und Hyp­nose ler­nen kann jeder.

Es ist wich­tig zu ver­ste­hen, dass Selbst­hyp­nose zu ler­nen einem mehr Kon­trolle gibt statt weni­ger. Es gibt die Mög­lich­kei­ten der Angst­kon­trolle, Stär­kung des Selbst­ver­trau­ens und Lin­de­rung bei All­er­gien. Aber auch der Schmerz­kon­trolle, wie des doku­men­tier­ten Fal­les von Dr. Vic­tor Rausch, einem Chir­ur­gen, der 1980 unter Selbst­hyp­nose seine Gal­len­blase ohne Kom­pli­ka­tio­nen ent­fer­nen ließ.

Es muss ja nicht gleich eine Ope­ra­tion sein. Das Buch bie­tet auf über 370 Sei­ten Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten der Selbst­hyp­nose zur Ent­span­nung, bei Ängs­ten und Pho­bien, Zäh­ne­knir­schen, Rau­cher­ent­wöh­nung, All­er­gien und Asthma, Haut­pro­ble­men, Schlaf­pro­ble­men, sport­li­chen Leis­tun­gen und Geburts­vor­be­rei­tung. Wie auch ver­schie­denste Zugänge für Selbst­hyp­nose. Ganz im Geiste von Mil­ton Erick­son, der indi­vi­du­elle Tech­ni­ken für seine Pati­en­ten vor­sah.

Für Laien und Exper­ten

Das Buch ist in einer prak­ti­schen und leicht les­ba­ren, auto­di­dak­ti­schen Weise auf­ge­baut und bie­tet sowohl Ein­zel­per­so­nen als auch The­ra­peu­ten einen wun­der­ba­ren Leit­fa­den an, um Selbst­hyp­nose zu ler­nen. Und wie der Autor selbst schreibt: „Moderne Selbst­hyp­nose wird unter einer Zahl von Namen genannt: Visua­li­sa­tion, gelei­tete Fan­ta­sie­reise, ziel­ge­rich­tete Ent­span­nung, auto­ge­nes Trai­ning, Auto­sug­ges­tion und Selbst­sug­ges­tion, und viele andere mehr. Nen­nen Sie es, wie Sie wol­len, Prin­zi­pien und Ziele blei­ben die­sel­ben.“

Alman und Lambrou’s haben mit die­sem Buch über Selbst­hyp­nose ein klei­nes Kunst­werk geschaf­fen, das Selbst­hyp­nose für jeder­mann leicht zugäng­lich macht. Ich kann das Buch des­halb jedem emp­feh­len, der mehr über Selbst­hyp­nose ler­nen und für sich pri­vat oder im pro­fes­sio­nel­len Kon­text ein­set­zen möchte.

Das Buch erhältst Du bei Ama­zon für €28 Link (Hier kli­cken), und bei Orell Füssli für SFr. 39.90 Link (Hier kli­cken)

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